Mission Statement
Als gemeinnütziger Verein zum Zweck der Kultur- und Gesundheitspflege widmet sich der "Verein für philosophische Praxis" dem Ziel, philosophisch-kritisches Denken für die Bemühungen um ein autonomes, gelingendes Leben des Einzelnen wie ein solidarisches und gerechtes gesellschaftliches Zusammenleben fruchtbar zu machen.
Obmann und Berater
Mag. Michael Turinsky
Persönliches
Als selbst körperbehinderter Mensch kann ich besonders gut, gleichsam von innen heraus verstehen, was es bedeutet, "anders" zu sein bzw. als "Anderer" wahrgenommen zu werden. Und ich bin vertraut mit den Gefühlen, die Menschen "Anderen" gegenüber empfinden, und den Haltungen, die Menschen gegenüber "Anderen" einnehmen.
Die Erfahrung, mit meiner ungewöhnlichen, anfangs ein bisschen schwer verständlichen Sprechweise und mit meinen bizarren, unkontrollierten Bewegungen den sozialen Erwartungen nicht entsprechen zu können, nicht dazu zu gehören, Unbehagen oder Irritation in meinen Mitmenschen auszulösen...
jene Erfahrung hat mich dazu geführt, mich intensiv, intellektuell und emotional, psychoanalytisch, philosophisch und künstlerisch mit den verschiedenen Facetten der Thematik des Andersseins oder des Als-anders-wahrgenommen-Werdens auseinanderzusetzen.
Im Rahmen Philosophischer Beratung möchte ich diese Auseinandersetzung und das, was ich aus ihr gelernt habe, ratsuchenden Menschen zugute kommen lassen.
Themenschwerpunkte
- Behinderung
- Krankheit
- Kulturelle Identität
- Sexuelle Identität
- Soziale Abweichung
- Diversität
- Angewandte Ethik
- Psychoanalyse
- Feminismus
- Sozialtheorie
- Strategisches Denken
Ausbildung
- Studium der Philosophie, Politikwissenschaft und Italienistik an der Universität Wien
- Weiterbildungen zum Thema Peer Counseling bei Kurt Schneider und Lothar Sandfort
- Langjährige psychoanalytische Selbsterfahrung
- Ausbildung zum Danceability Teacher bei Alito Alessi
Wissenschaftliche und künstlerische Tätigkeit
- 2003: Publikation: "Das abscheuliche Genießen. Lacanianische Reflexionen über den Umgang mit Behinderung, Liebe und Sexualität", in: Behinderte in Familie, Schule und Gesellschaft, 2/2003, S. 14 – 29.
- 2006: Lehrtätigkeit im Rahmen des Universitätslehrgangs für Interdisziplinäre Mobile Frühförderung und Familienbegleitung
- 2006: Mitarbeit und Teilnahme an der Performance zu "Uniform" im Rahmen des Donaufestivals (Choreographie: Andreas Constantinou)
- 2006: Mitarbeit und Teilnahme an der Performance "Fuck all that shit" im Rahmen des Impulstanzfestivals (Choreographie: Barbara Kraus)
- seit 2006: Gemeinsam mit Klaus Gölz Konzeption, Gestaltung und Moderation der TV-Sendung "Ankerpunkt", seit August PR-Arbeit
- 2007: Vereinsgründung: "Verein für Philosophische Praxis"
- seit 2007: Arbeit an dem Stück "Flamenco" (Arbeitstitel) gemeinsam mit "Danse Brute" (Choreographie: Sonja Browne)
